Tod eines Menschen
Umgehen mit Trauer und Leid
Es ist ein Grundbedürfnis der Menschen, ihre Toten würdig zu bestatten. Auch wenn nach christlicher Auffassung der Tod nicht das Letzte ist, auch wenn wir an Ostern die Auferweckung von Jesus aus dem Tod feiern – und damit das neue Leben, das Gott geschenkt hat, ist ein Todesfall in der Familie oder im Freundeskreis jeweils ein schmerzlicher Verlust. Darüber kann und soll niemand einfach hinweggehen. Die Kirche bietet hier eine persönliche und einfühlsame Begleitung an, sowohl für den Sterbenden, wenn es gewünscht wird, als auch dann für die Angehörigen. Im Trauergespräch und beim Gottesdienst zur Bestattung kommen die Aussagen der Bibel über die Liebe Gottes, die auch durch den Tod nicht endet, zur Sprache. In Römer 8, 38.39 schreibt Paulus: "Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."
Hinweise für Bestattungen
Bitte beachten:
Beauftragen Sie ein Bestattungsunternehmen. Für Beilstein ist das in aller Regel Siegfried Pfizenmaier (Telefon 0 7062/ 3224).
Eine evangelische Bestattung findet für Angehörige der evangelischen Landeskirche statt. Ansonsten kann das Bestattungsunternehmen Ihnen gerne einen freien Redner anbieten, der die Trauerfeier hält.
Hat eine Aussegnungsfeier zur Feuerbestattung stattgefunden, ist der Pfarrer bei der späteren Urnenbeisetzung nur anwesend, wenn Sie es ausdrücklich wünschen.
Bitte erledigen:
Termin für die Trauerfeier mit dem Pfarrer abstimmen, bevor Sie Traueranzeige und Karten drucken lassen.
Gespräch mit dem Pfarrer vereinbaren (er kommt innerhalb von Beilstein zu Ihnen ins Haus). Dabei klären Sie offene Fragen (Ablauf des Gottesdienstes u.ä.) und sprechen über den Inhalt des Trauergottesdienstes.
Bitte bereithalten:
Das Trauergespräch hat neben der Begleitung der Angehörigen in ihrer Trauer auch die Vorbereitung einer würdigen Bestattung zum Inhalt. Wenn Sie hierfür Wünsche haben, können Sie folgende Überlegungen treffen. Für einen guten Ablauf sind zudem noch einzelne Informationen nötig:
- Daten des/der Verstorbenen und seiner Familie (am besten Stammbuch, Personalausweis, Familienbibel, Lebenslauf o.ä.). Benötigt werden Datum und Ort der Geburt, der Eheschließung, Datum und Ort des Todes (evtl. auch vom Ehepartner), Kinder, Enkel und Urenkel, Geschwister des/der Verstorbenen.
- Wünsche für Predigttext (Denkspruch, Trautext oder anderer Bibeltext).
- Wünsche für Lieder.
- Wünsche zur Gestaltung des Gottesdienstes (haben Sie z.B. bereits mit dem Bestattungsunternehmen vereinbart, dass die Orgel spielt oder der Beerdigungschor singt?)
Der Pfarrer ist für seine Predigt oft angewiesen auf das, was Sie ihm über die/den Verstorbene/n sagen. Überlegen Sie, welche Erinnerungen Ihnen wichtig sind.